Wieso sollten Gründer auf günstige Suchmaschinenoptimierung verzichten?

Durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) kann das Ranking innerhalb der Suchmaschinenergebnisse deutlich verbessert werden - dass dies ein ganz entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg im Internet ist, zeigen die Millionen von Suchanfragen, die bei Google & Co. eingehen. Um diese Anfragen auf die eigene Webseite zu lenken, holt ein Geschäftsführer Angebote von SEO-Agenturen ein – und entscheidet sich am Ende für das günstigste Angebot. Ein Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellen wird.

 

 

Sonderangebote sind beliebt. Das gilt auch für die Suchmaschinenoptimierung. Die Frage ist allerdings, ob der Unternehmer mit günstiger SEO wirklich die erhofften Erfolge einfährt, denn: Günstig bedeutet in diesem Fall selten gut. Der Geschäftsführer sollte dabei vor allem auf die Art der angebotenen Tätigkeiten achten, um eine gute von einer schlechten Dienstleistung zu unterscheiden – schlecht bedeutet im Sinne von SEO vor allem:

 

• Masseneintragungen in Webkataloge

• Masseneintragungen in Artikelverzeichnisse

• Masseneintragungen in Social-Bookmarking-Verzeichnisse

• Kommentare auf irrelevanten Blogs

• Profil-Links zur Unternehmenswebseite

• Linktausch

 

Wer also auf der Suche nach einer professionellen SEO-Agentur ist und ein günstiges Angebot erhält, das eine oder mehrere dieser Leistungen enthält, sollte in jedem Fall hellhörig werden. Eine Agentur, die auf diese Art und Weise arbeitet, schadet dem Unternehmen mehr als sie nützt.

 

Tipp: Auch die ganz großen der SEO-Branche vertrauen auf diese Spam-Methoden, da sie ansonsten nicht mit den vielen Kunden zurecht kommen würden. Außerdem reagieren sie äußerst langsam auf diese schnell wechselnde Landschaft. So werden nicht selten Maßnahmen angewandt, welche bereits seit 2009 nicht mehr funktionieren. Traurig, aber wahr.

 

Massenabfertigung, nein danke!

 

Bei SEO gilt wie so oft: Mehr ist nicht immer besser. Massenabfertigung ist bei unseriösen SEO-Agenturen jedoch leider an der Tagesordnung. Wer also auf der Suche nach einem professionellen Berater ist, sollte vor allem darauf achten, dass Masseneintragungen nicht Teil des Pakets sind, denn: Google und andere Suchmaschinen sind längst „intelligent“ genug, um unnatürliches Linkwachstum zu erkennen.

 

Zusätzlich sind viele Artikel- und Webseitenverzeichnisse sowie Social-Bookmarking-Seiten bereits abgestraft. Weist Ihre Webseite nun einen Link von diesen Seiten auf, kann das wiederrum im schlimmsten Fall zu einer Abstrafung Ihrer Webseite führen – es liegt auf der Hand, dass das unbedingt zu vermeiden ist.

 

Webkataloge: Webseiten-Verzeichnisse waren in früheren Jahren eine einfache Möglichkeit Verlinkungen zu generieren, die das Ranking der eigenen Webseite pushen. SEO-Agenturen greifen hierbei oft auf automatisierte Software zurück – heute sind derartige Masseneintragungen jedoch keinen Cent mehr wert.

 

Artikelverzeichnisse: Mit dem Leitspruch „Content is King“ boten viele SEO-Berater die Erstellung und Veröffentlichung von Artikeln mit optimiertem Linktext an, um das Ranking zu verbessern. Wie bei den Webseiten-Verzeichnissen machte das Penguin-Update (ein Update von Google, das Seiten ohne besonderen Mehrwert das Leben schwer machen soll) derartigem „SEO-Verhalten“ den Gar aus. Vor allem Artikel mit unterschiedlichem Wortlaut aber gleichem Inhalt waren den Suchmaschinen ein Dorn im Auge, weshalb man dieser Taktik einen Riegel vorschob. Heute besitzen sie keinen nennenswerten Effekt mehr.

 

Social Bookmarking: Social Media hat heute signifikanten Einfluss auf das Webseiten-Ranking. Das gilt allerdings nur für echte soziale Signale aus sozialen Netzwerken. Social-Bookmarking-Portale, die einen automatisierten Verlinkungsservice boten, schossen vor einigen Jahren aus den Tiefen des Internets hervor. Mit dem Update der Webmaster Guidelines (Oktober 2012) schrieb Google vor, wie ein natürliches Linkprofil auszusehen hat – das automatisierte Einstellen in Social Bookmarking-Portale gehört seit dem nicht mehr dazu.

 

Blog-Kommentare: Ernstgemeinte und individuell gepostete Kommentare in themenrelevanten Blogs sind ein effektives Mittel, um Verlinkungen zu erstellen. Auch hier gilt jedoch, dass massenhaft neue Kommentare negative Auswirkungen haben können. Nicht nur, dass das Kommentar-Spamming erkannt wird, auch Ihr eigener Ruf in der Blogosphäre und innerhalb der Branche leidet unter derartigen Maßnahmen.

 

Fehlende SEO-Individualität

 

Da jedes Unternehmen einzigartig ist, sollte sich dies auch in den SEO-Maßnahmen widerspiegeln. Denn das, was für die Konkurrenz funktioniert, muss nicht zwangsläufig auch für Ihre Unternehmung vorteilhaft sein.

 

Zusätzlich bieten viele SEO-Agenturen Services wie Linktausch und Profil-Links an, die wenig Individualität aufweisen und nichts weiter als "heiße Luft" widerspiegeln. Eine Taktik, die deshalb in keiner seriösen SEO-Agentur Anwendung findet.

 

Unnötige Services: Weniger ist mehr

 

Um den Inhalt eines SEO-Pakets aufzuwerten, inkludieren viele Dienstleister Services, die entweder keinen Effekt bringen, wie die Masseneintragungen, oder schlicht und ergreifend nicht umgesetzt werden. Für einen Unternehmer, der einen SEO-Berater engagieren möchte, sind diese Leistungen jedoch nicht immer erkennbar. Um ein Angebot besser bewerten zu können, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

 

Suchmaschineneintragungen: Früher war es notwendig, Webseiten in die Suchmaschinen einzutragen. Heute übernehmen das die sogenannten „Crawler“. SEO-Agenturen, die die Indexierung in ihr Paket aufnehmen, versuchen durch unnötige Leistungen das Angebot aufzublähen.

 

„Unterbezahlte“ Consulting-Leistungen: Ein guter SEO-Consultant, der Ihre Unternehmung wirklich nach vorne bringt, veranschlagt selten weniger als 100 Euro pro Stunde. Ein Stunden-Paket, das monatlich in die SEO investiert wird, muss sein – liegt der Preis jedoch weit unter dem marktüblichen Preis, ist Vorsicht geboten.

 

Einmalleistungen, die monatlich abgerechnet werden: Viele Einmalleistungen, wie beispielsweise das Erstellen eines Google Places Profils, tauchen jeden Monat in der Abrechnung auf. Hier werden Sie schlicht und ergreifend getäuscht, denn die Leistung fällt nur einmal an, weshalb sie auch nur einmal abgerechnet werden sollte.

 

Minderwertige Inhalte: Inhalte (Texte, Bilder, Videos) sind wichtig, keine Frage. Allerdings sollte die Qualität stimmen. Gespinnter Content ist ebenso unnütz und schädlich, wie Artikel, die keinen Deut Qualität zeigen und vor Rechtschreib- und Grammatik-Fehlern strotzen.

 

Günstige Suchmaschinenoptimierung beinhaltet oft unnütze Maßnahmen und Paketinhalte, die schlicht und ergreifend schadhaft sind. Professionelle SEO kostet Geld – dafür darf der Unternehmer im Gegenzug jedoch auch Individualität und Besucherzuwächse erwarten. Wer bei SEO am falschen Ende spart wird nicht glücklich. Das sollte bei der Suche und beim Zuschlag unbedingt bedacht werden, um nicht das Nachsehen zu haben.

 

Über den Autor:

 

Alexander Rus ist der Geschäftsführer der Tiroler SEO-Agentur Evergreen Media GmbH. Das Unternehmen bietet KMUs aber nicht nur Suchmaschinenoptimierung, sondern es hat sich auch auf Rundum-Betreuung der Marketing-Maßnahmen im Internet spezialisiert. Zu seinen Stärken zählen das CMS WordPress und lokale SEO.

 

 

 

 

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