Work-Life-Balance: Erfolg auf allen Ebenen

Der Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben schafft Erfolg auf allen Ebenen. Doch die Balance zwischen Beruf, Familie und Freizeit zu halten ist nicht immer leicht.

Oftmals leidet das Privatleben durch starre Arbeitszeiten und hohen Arbeitsdruck. Dies wirkt sich wiederum negativ auf die Arbeitsleistung aus.

 

Ein Gleichgewicht zwischen Beruf und Freizeit bzw. Familienleben zu finden, führt zu deutlich mehr Lebensqualität – und darüber hinaus zu mehr Produktivität.

Die Win-Win Situation liegt auf der Hand. Aktuelle Studien bestätigen, dass die Harmonisierung zwischen Arbeits- und Privatleben zukünftig den Weg vorgibt, um sich der zunehmenden Flexibilisierung und Dynamisierung der Arbeitswelt anzupassen.

 

 

Vorteile für Ihr Unternehmen

Wenn ein Unternehmen Work-Life-Balance Maßnahmen implementiert, zeigen sich umgehend positive Veränderungen: MitarbeiterInnen, die sich selber ihre Arbeitszeit und ihren Arbeitsort einteilen können sind engagierter und zufriedener. Das wirkt sich in den verringerten Fehlzeiten, weniger Fluktuation und zuletzt auf ein besseres Betriebsklima aus.  


Dazu ändert sich die Wahrnehmung der Öffentlichkeit gegenüber Ihrem Unternehmen. Wenn soziale Verantwortung (Corporate Social Responsibility) gelebt wird, werden mehr Investoren und potentiell qualifizierte MitarbeiterInnen auf Ihr Unternehmen aufmerksam.

 

 

Maßnahmen für die Umsetzung


Doch welche Work-Life-Balance Konzepte gibt es überhaupt? „Flexible Arbeitszeiten“ sind das Stichwort, um Arbeits- und Privatleben in Einklang bringen zu können. Die MitarbeiterInnen entwickeln im Verlauf ihres Lebens unterschiedliche Interessen und Ziele. Beschäftigte mit familiären Verpflichtungen haben zum Beispiel andere Bedürfnisse als ältere MitarbeiterInnen, denen der Erhalt der Arbeit und gesundheitliche Absicherung wichtig sind. Geeignete Teilzeitmodelle lassen sich mit den unterschiedlichen Lebensphasen vereinbaren.

Die Bildung zeitautonomer Arbeitsteams (Jobsharing) bringt ein hohes Maß an eigenständiger Zeit- und Arbeitsplanung mit sich. Dem “Home-Office” steht im Zeitalter der Informationstechnologien  somit nichts mehr im Wege.

Die letzten Maßnahmen beziehen sich auf die Einbindung der MitarbeiterInnen. Generell gilt, dass Führungskräfte, die Work-Life-Balance Maßnahmen selbst nutzen, als Vorbildfunktion dienen. Instrumente wie Mentoring, Wiedereinstiegsprogramme, Mitarbeiterschulungen, Unterstützung bei der Kinderbetreuung und Programme zur Gesundheitsprävention (z.B. Betriebssport) fördern die Bindung und Loyalität Ihrer MitarbeiterInnen zu Ihrem Betrieb.  

Überdenken Sie die Arbeitsorganisation und die betrieblichen Abläufe vorab. Teilzeitarbeit führt nicht automatisch zu mehr Unternehmenserfolg. Beide Seiten sollen passende Arrangements finden.

 

 

Auswirkungen auf die Gesellschaft


Eine Studie der OECD zeigt, dass sich Work-Life-Balance Maßnahmen positiv auf das Familienleben, Entwicklung der Kinder, Stärkung der Gleichstellung der Geschlechter und höheren Beschäftigungsrate auswirkt. Schweden und Frankreich sind die Pioniere im Bezug auf Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern und Kinderbetreuungsplätze. In Österreich ist hingegen nur jede(r) dritte(r) Bürger/Bürgerin mit seiner Work-Life-Balance zufrieden. Im Burgenland ist es sogar nur jeder siebte, wogegen in Vorarlberg jeder zweite Beruf und Arbeit unter einen Hut bekommt. In Österreich fehlen zweifellos noch die passenden Rahmenbedingungen wie gute pädagogische Einrichtungen mit bedarfsorientieren Öffnungszeiten, Gleichstellung der Gehälter zwischen Mann und Frau, etc.

Sind Sie bereit für eine Veränderung? Oder haben Sie die Balance zwischen Privat- und Berufsleben bereits gefunden? Dem stattfindenden sozialen und wirtschaftlichen Wandel hin zu einer besseren Work-Life-Balance folgt (langsam aber doch) ein Umdenken in der österreichischen Politik. Zögern Sie nicht zukunftsweisenden Arbeitsmodellen zu folgen, denn schlussendlich profitieren alle davon!

 

Über die Autorin:

 

Stephanie Fischer ist als freie Autorin im Bereich der Wissenschaftskommunikation und PR tätig. Sie bloggt – als Selbständige für Selbständige – regelmäßig für die EPU-Plattform epunet.

 

 

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