Deutschland: Weniger Franchise-Gründungen als erwartet

Der Deutsche Franchise Verband (DFV) hat vor kurzem eine Hochrechnung zur Zahl der Franchise-Gründungen in Deutschland durchgeführt.

Das Ergebnis: Es kam in unserem wichtigsten Nachbarland zu weniger Franchise-Gründungen als erwartet. Damit liegt man trotz Umsatzsteigerungen hinter den Expansionszielen in punkto Franchise-Nehmer-Gewinnung.

 

 

Ergebnisse der Hochrechnung

 

Man muss aber dazusagen, dass es trotzdem zu einem Wachstum gekommen ist. Zweidrittel aller Franchise-Systeme sind nämlich im auslaufenden Geschäftsjahr mit mindestens einem neuen Franchise-Nehmer gewachsen. Mehr als ein Drittel der Unternehmen verzeichnete sogar mindestens fünf neue Franchise-Gründungen durch neue Franchise-Nehmer.

 

Trotz allem bleibt die Franchise-Wirtschaft hinter ihren Expansionszielen zurück. Im Schnitt hätten laut Prognosen die Unternehmen doppelt so viele neue Franchise-Nehmer gewinnen sollen.

 

Die durchschnittlichen Umsatzsteigerungen der Unternehmen waren jedoch sehr erfreulich. 80 Prozent erwarten für heuer ein Umsatzplus von mindestens 5 Prozent. 55 Prozent erwarten sogar ein Umsatzplus von mehr als 10 Prozent gegenüber dem Jahr 2010.

 

 

Die möglichen Gründe

 

Laut dem Geschäftsführer des DFV ist das geringere Wachstum im Bereich der Franchise-Gründungen durch neue Partner vor allem auf das allgemeine Gründungsklima in Deutschland zurückzuführen. Nicht zuletzt wegen der aktuell guten Wirtschaftsdaten sind die Gründungszahlen auf dem tiefsten Stand seit 10 Jahren.

 

Diese wirtschaftliche Entwicklung führe dazu, dass Gründungsinteressierte ihr Gründungsvorhaben momentan zurückstellen, da sie sich in ihrem bisherigen Job sicher fühlen.

 

Andererseits sollte laut dem Geschäftsführer des DFV aber gerade die jetzige gesamtwirtschaftliche Entwicklung dafür sorgen, eine Franchise-Gründung zu realisieren. Schließlich sei aufgrund der Rahmenbedingungen der Weg in die Selbständigkeit derzeit so erfolgversprechend wie selten zuvor.

 

In Deutschland müsse demnach die Aufklärung für die Existenzgründung, speziell auch für die Franchise-Gründung, forciert werden. Wenn Existenzgründungen gesellschaftlich eine breitere Akzeptanz erfahren würden, dann würde sich dies auch auf die Gründungszahlen auswirken.

 

 

Ziele und Prognosen für 2012

 

Die Mehrzahl der Franchise-Unternehmen möchte auch 2012 weiter wachsen. Das Gros der Unternehmen möchte bis Ende 2012 mindestens drei neue Franchise-Nehmer gewinnen. 56 Prozent erwarten, dass sie im nächsten Jahr um 5 Prozent mehr Mitarbeiter haben werden als im Jahr 2011. Nur 7 Prozent der Unternehmen werden voraussichtlich Mitarbeiter abbauen.

 

Quelle: Pressemitteilung des DFV

 

 

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