Gründerlexikon: Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen dem erzielten Umsatz und den variablen Kosten in ihrem Unternehmen. Der Deckungsbeitrag heißt so, weil er einen Beitrag zur Deckung der Fixkosten im Unternehmen leistet.

Zu beachten ist bei der Berechnung eines Gesamtdeckungsbeitrages für das Unternehmen allerdings, dass sich der Deckungsbeitrag von Produkt zu Produkt mit Sicherheit unterscheiden wird. Manche Produkte liefern einen höheren Deckungsbeitrag als andere.

 

Zur Berechnung des Deckungsbeitrages für das Unternehmen müssen Sie daher abschätzen können, wie hoch der Umsatzanteil der einzelnen Produktgruppen ungefähr sein wird.

 

 

Exkurs: Variable vs. fixe Kosten

 

Die variablen Kosten des Unternehmens ändern sich mit dem Geschäftsgang. Werden mehr Produkte produziert, dann steigen auch die variablen Kosten (absolut gesehen) an. Pro Stück bleiben die variablen Kosten allerdings gleich. Ein gutes Beispiel für variable Kosten ist die Verpackung. Werden mehr Produkte produziert, dann steigt auch der Aufwand für Verpackung. Pro Stück bleibt der Aufwand aber gleich.

 

Fixkosten bleiben im Vergleich zu den variablen Kosten immer gleich – unabhängig vom Geschäftsgang. Dies bedeutet aber auch, dass die Fixkosten pro Stück betrachtet bei besserem Geschäftsgang – also mehr verkauften bzw. produzierten Produkten – immer weiter sinken.

 

 

Wozu einen Deckungsbeitrag berechnen?

 

Die Berechnung von Deckungsbeiträgen dient in erster Linie dazu, zu entscheiden, welche Produkte produziert bzw. verkauft werden sollen. Denn wie gesagt bringen manche Produkte einen höheren Deckungsbeitrag als andere. Jene Produkte mit einem höheren Deckungsbeitrag sollten daher forciert werden.

 

Allerdings ist dabei zu beachten, dass manche Produkte zwar pro Stück einen hohen Deckungsbeitrag liefern, die abgesetzte Menge aber gering ist. Auf was es ankommt ist daher der absolute Deckungsbeitrag des Produktes und nicht der Deckungsbeitrag je Stück.

 

Ebenfalls beachtet werden sollte, dass manche Produkte zwar keinen so hohen Beitrag zur Deckung der fixen Kosten liefern, dafür aber eventuell den Absatz eines anderen Produktes fördern, welches hingegen einen umso höheren Deckungsbeitrag abwirft.

 

Die Berechnung des Deckungsbeitrages ist jedoch auch für Dienstleister und Handwerksbetriebe vorteilhaft. Nur so können Sie wirklich entscheiden, ob sich ein bestimmter Auftrag wirklich lohnt oder nicht.

 

Achtung: Es stimmt zwar, dass Sie einen Auftrag annehmen können, wenn er zumindest die variablen Kosten deckt. Bedenken Sie aber, dass Sie langfristig nur überleben können, wenn übers Jahr gerechnet auch Ihre gesamten Fixkosten gedeckt werden.

 

Übrigens können Sie, wenn Sie die Fixkosten und den durchschnittlichen Deckungsbeitrag Ihrer Produkte kennen, auch den so genannten Break Even Point (auch Gewinnschwelle genannt) berechnen. Das ist jener Punkt, bei dem das Unternehmensergebnis genau null ist. Hierzu dividieren Sie die Fixkosten durch den durchschnittlichen Deckungsbeitrag. Multipliziert mit dem durchschnittlichen Verkaufspreis erhalten Sie den Mindestumsatz, der für eine Deckung der Kosten unbedingt erforderlich ist.

 

 

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