Gründerlexikon: Strategische Planung

Egal ob Sie erst ein Unternehmen gründen möchten oder ob Sie bereits mit einem Unternehmen am Markt tätig sind: Die heutigen schnelllebigen Märkte machen es notwendig, sich ständig auf neue Gegebenheiten und Situationen einzustellen.

Um heutzutage gegen den Wettbewerb bestehen zu können, brauchen Unternehmen deshalb die richtige Strategie. Sie müssen wissen, wo Sie mit Ihrem Unternehmen in ein, drei oder fünf Jahren sein wollen. Dazu dient die strategische Planung.

 

 

Die Aufgabe der strategischen Planung

 

Gefragt ist die Arbeit am Unternehmen und nicht nur ständig im Unternehmen. In der strategischen Planung geht es daher um die Entwicklung und Hinterfragung neuer Ideen, das Abwägen unterschiedlicher Meinungen und ganz einfach alles Bewährte immer wieder in Frage zu stellen.

 

Die Aufgabe der strategischen Planung ist es in erster Linie, festzulegen, welchen Weg das eigene Unternehmen zum Zweck der langfristigen Existenzsicherung gehen soll. Es liegt auf der Hand, dass dies nicht immer einfach ist.

 

In der operativen Hektik des Arbeitsalltages geht es immer nur darum, die Dinge die man gerade macht, richtig zu tun. Die strategische Planung stellt aber diese Dinge selbst in Frage. Durch die strategische Planung möchte man also jene Aktivitäten herausfiltern, die man tun sollte. Es geht also nicht darum, die Dinge richtig zu tun, sondern die richtigen Dinge zu tun. Das ist das Kernresultat einer guten strategischen Planung.

 

 

Strategische vs. operative Denkweise

 

Die operative Denkweise im Arbeitsalltag:

  • Kurze bis sehr kurze Planungszeiträume
  • Steuerung mit quantitativen Größen (Budgets, Cash Flow)
  • Der Blick ist hauptsächlich nach innen gerichtet
  • Konzentration auf Details
  • Abarbeiten der anstehenden und dringenden Arbeitsaufgaben

 

Die strategische Denkweise:

  • Mittel- bis langfristige Planungszeiträume
  • Steuerung mit qualitativen Größen (Visionen, Leitbild, Ziele)
  • Der Blick ist nach innen (Stärken, Schwächen, Produkte) und nach außen gerichtet (Kunden- und Wettbewerbersicht)
  • Ganzheitliches Denken
  • Konzentration auf Aufgaben, die einem seinen Zielen und Visionen näher bringen

 

 

Der Ablauf der strategischen Planung

 

1. Definition der Vision, der Mission und des Leitbildes

 

Ausgegangen sollte idealerweise von einer für das gesamte Unternehmen gültigen Vision werden. Diese Vision beschreibt, wo man sehr langfristig (also in 10, 20 Jahren) mit dem Unternehmen stehen möchte. Dazu sollte ein anschauliches Zukunftsbild des Unternehmens schriftlich dokumentiert werden.

 

Die Mission wiederum gibt Aufschluss darüber, wozu das Unternehmen eigentlich da ist. Was ist der Grund für die Existenz des Unternehmens? Welche Bedürfnisse befriedigt es? Welche Probleme löst es für die Gesellschaft / die Kunden?

 

Schlussendlich beschreibt das Leitbild die zentralen Aufgaben und die Philosophie des Unternehmens. Nach innen (also gegenüber den Mitarbeitern) soll das Leitbild Orientierung geben und nach außen (also gegenüber der Öffentlichkeit und den Kunden) soll es deutlich machen, für was das Unternehmen steht.

 

2. Analyse der Unternehmensumwelt

 

Im Rahmen der Umweltanalyse werden externe Faktoren beleuchtet, die man im Großen und Ganzen selbst nicht beeinflussen kann. Dabei geht es um die Analyse der eigenen Wettbewerber am Markt, sowie um die Analyse der potentiellen Kunden / der gewünschten Zielgruppe(n) und um politische, rechtliche und technologische Faktoren.

 

3. Analyse des eigenen Unternehmens

 

Bei der Analyse des eigenen Unternehmens geht es in einem nächsten Schritt um einen Blick nach innen. Was sind die besonderen Stärken bzw. Schwächen des eigenen Unternehmens? Wie stellen sich diese Stärken und Schwächen im Verhältnis zur Konkurrenz dar?

 

Weitere wichtige Fragen sind: Welche Ressourcen werden benötigt, um die eigene Strategie verfolgen zu können?  Wie sieht es mit den unternehmensinternen Prozessen aus? Sind diese optimal oder ist noch Verbesserungspotential gegeben? Auf welche Produkte sollten wir uns konzentrieren? Sind unsere derzeitigen Produkte noch zukunftsträchtig oder nicht? Wie weit sind unsere Produkte in ihrem Lebenszyklus bereits vorangeschritten?

 

4. Strategieentwicklung und –umsetzung

 

Erst wenn man sich über die internen und externen Faktoren, Stärken und Schwächen ausreichend Gedanken gemacht hat, sollte man eine Strategie entwickeln und in der Folge umsetzen.

 

5. Kontrolle und Dokumentation

 

Planung ohne Kontrolle bringt nichts. Deshalb sollten Sie periodisch kontrollieren, ob Sie noch auf Kurs sind oder ob Korrekturen vorzunehmen sind.

 

Als Dokumentation einer Strategie bietet sich unter anderem die Ausarbeitung eines Businessplanes an. Darüber habe ich hier im Blog schon einige Male berichtet.

 

Für weitergehende Informationen einfach anklicken:

 

Gründerlexikon: Businessplan

 

Checkliste: Inhalt Businessplan

 

Grundregeln zur Businessplanerstellung 

 

 

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