06.04.2011
09:42

Gründerlexikon: Lohnnebenkosten

Als zukünftiger Arbeitgeber kommen eine Vielzahl an Steuer- und Sozialversicherungsbelastungen auf Sie zu.

Der Bruttobezug des Mitarbeiters ist nämlich noch längst nicht alles, was Sie als Arbeitgeber zu zahlen haben. Darauf werden erstmal noch die Lohnnebenkosten aufgeschlagen, die im Jahr 2013 ca. 31 Prozent vom Bruttobezug betragen.

 

 

Die Lohnnebenkosten im Detail

 

Arbeitgeber in Österreich haben ihren Mitarbeitern nicht nur den Monatslohn bzw. das Monatsgehalt zu überweisen. Sie müssen zusätzlich noch eine Reihe von Lohnnebenkosten tragen (Angaben gelten für das Jahr 2013):

  • Dienstgeberanteil zur Sozialversicherung (Arbeiter 21,7% und Angestellte 21,83% vom Bruttobezug): dazu zählen die Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung, der IESG-Zuschlag (Zuschlag zum Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz), die Arbeiterkammerumlage und der Wohnbauförderungsbeitrag
  • Kommunalsteuer (Gemeindeabgabe in Höhe von 3% vom Bruttobezug)
  • Beitrag zur Mitarbeitervorsorgekasse (1,53% vom Bruttobezug)
  • Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (kurz DB genannt: 4,5% vom Bruttobezug)
  • Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (kurz DZ genannt: je nach Bundesland zwischen 0,36% und 0,44%)

 

Grob gesagt betragen die Lohnnebenkosten somit ca. 31 Prozent. In Niederösterreich betragen diese beispielsweise 31,26 Prozent für Angestellte und 31,13 Prozent für Arbeiter (die genaue Höhe ist abhängig vom DZ des jeweiligen Bundeslandes).

 

Allerdings gibt es bei niedrigen Gesamtlohnsummen Erleichterungen beim DB, DZ und bei der Kommunalsteuer: Übersteigen die gesamten monatlichen Lohn- und Gehaltszahlungen nicht den Betrag von 1.095 Euro brutto, dann fallen diese nicht an. Zwischen 1.095 und 1.460 Euro ist ein Freibetrag in Höhe von 1.095 Euro abziehbar. Übersteigt die monatliche Lohn- und Gehaltssumme aber diese 1.460 Euro, dann ist man mit dem Gesamtbetrag beitragspflichtig.

 

 

Ein kurzes Beispiel:

 

Sie stellen einen Angestellten mit einem Bruttomonatsbezug in Höhe von 1.800 Euro ein. Für den Angestellten haben Sie jetzt einen Dienstgeberanteil zur Sozialversicherung zu bezahlen. Dieser beträgt derzeit (per 2013) 392,94 Euro (21,83% von 1.800 Euro). Zudem haben Sie einen Beitrag zur Mitarbeitervorsorgekasse zu leisten, welcher 27,54 Euro ausmacht (1,53% von 1.800 Euro). Doch damit nicht genug: Es sind auch noch der DB, der DZ und die Kommunalsteuer zu bezahlen. Dies schlägt noch einmal mit 142,20 Euro bzw. 7,9 Prozent vom Bruttobezug zu Buche (in Niederösterreich).

 

Demnach müssen Sie statt den 1.800 Euro die der Angestellte (brutto nicht netto!) bekommt, exakt 2.362,68 Euro zahlen. Das Ganze ist natürlich nicht nur 12 mal sondern 14 mal zu bezahlen. Nicht vergessen dürfen Sie nämlich auf das Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Hier kommt es zu einer um 0,5% geringeren Lohnnebenkostenbelastung, weshalb es zu einer jährlichen Gesamtbelastung für diesen Angestellten von sage und schreibe 33.059,52 Euro kommt!

 

 

Ebenfalls interessant:

 

Dienstgeberbeitrag (DB) und Dienstgeberzuschlag (DZ)

 

Der Kollektivvertrag

 

 

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