11.01.2011
15:10

Österreichs Insolvenzstatistik für das Jahr 2010

Der Kreditschutzverband hat vor wenigen Tagen die Insolvenzstatistik für das Jahr 2010 veröffentlicht. Die Zahlen sind durchaus erfreulich. Die Firmeninsolvenzen gingen nämlich um fast 8 Prozent zurück.

 

 

Details zur Insolvenzstatistik 2010

 

Nach dem starken Anstieg im Jahr zuvor gingen die Firmeninsolvenzen in Österreich wieder deutlich zurück. Dies lag vor allem am Wiedererstarken der heimischen Konjunktur. Zum Teil liegt dies natürlich darin begründet, dass sich viele Österreicher mit ihren Bestellungen im Jahr 2009 zurückhielten und diese dann 2010 nachholten.

 

Im Jahr 2010 wurden hierzulande exakt 6.376 Unternehmen insolvent, was einem Rückgang von knapp 8 Prozent bedeutete. In 3.522 Fällen wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. In den restlichen 2.854 Fällen wurde hingegen der Konkurs mangels Masse abgewiesen. Bei diesen besonders schwerwiegenden Insolvenzfällen kam es sogar zu einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von immerhin fast 10 Prozent.

 

Insgesamt waren von den Insolvenzen im vergangenen Jahr ca. 24.000 Dienstnehmer betroffen, was einen Rückgang von sogar fast 15 Prozent bedeutet. Bei den Insolvenzverbindlichkeiten kam es allerdings zu einer Steigerung. Diese stiegen um rund 18 Prozent auf insgesamt 4,7 Milliarden Euro (daran hatten aber sicherlich einige Großinsolvenzen wie jene des A-Tec-Konzerns großen Anteil).

 

Nach Bundesländern kam es zur größten Reduktion bei den Insolvenzen übrigens in Oberösterreich. Hier wurden um 12,6 Prozent weniger Unternehmen insolvent als noch im Jahr zuvor. An zweiter Stelle folgte Niederösterreich (-11,3 Prozent) und auf Platz drei Salzburg (-10,9 Prozent). Wien befand sich in etwa im Durchschnitt. Im Burgenland (-2,1 Prozent) und Kärnten (-3,7 Prozent) war der Rückgang deutlich geringer. Nur im Bundesland Vorarlberg kam es sogar zu mehr Insolvenzen als im Jahr zuvor. Hier betrug der Anstieg sogar 9,5 Prozent!

 

Anzahlmäßig gab es die meisten Insolvenzen natürlich in Wien (2.023), gefolgt von Niederösterreich (914) und der Steiermark (832). Knapp dahinter befand sich Oberösterreich mit 829 Insolvenzen. Die wenigsten Insolvenzen gab es im Burgenland zu verzeichnen (189).

 

Details zur Insolvenzstatistik gibt es hier.

 

 

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