17.12.2010
11:19

Betriebsausgaben (3): einkommensteuerliche Behandlung von PKW und Kombi

Heute geht es im Rahmen der Serie „Recht der Unternehmensgründung“ um die steuerliche Behandlung von PKW-Aufwendungen.

Aufwendungen für PKW und Kombi lassen sich nämlich auf zwei Arten steuerlich geltend machen: Durch Ansatz von Kilometergeld oder aber durch den Ansatz der tatsächlichen Aufwendungen.

Zudem ergeben sich Besonderheiten in punkto Abschreibung von PKW und Kombi:

 

Ansatz von Kilometergeld

 

Das Kilometergeld beträgt 0,42 Euro. Durch das Kilometergeld werden sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit einem PKW zu tätigen sind, abgegolten (Reparatur, Treibstoff, etc.). Zu beachten ist dabei jedoch, dass das Kilometergeld nur für maximal 30.000 gefahrene Kilometer pro Jahr angesetzt werden kann.

 

Wird der PKW überwiegend betrieblich genutzt, dann steht das Kilometergeld laut einem Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes (VwGH) einem Selbständigen bzw. einem Gesellschafter nicht zu. In so einem Fall können stattdessen nur die tatsächlichen Aufwendungen angesetzt werden.

 

 

Ansatz der tatsächlichen Aufwendungen

 

Wird der PKW ausschließlich oder überwiegend betrieblich genutzt, dann müssen die tatsächlichen Aufwendungen als Ausgaben angesetzt werden. Bei überwiegend privater Nutzung besteht aber ein Wahlrecht zwischen dem Ansatz des Kilometergeldes und der tatsächlichen Aufwendungen.

 

 

Abschreibung von PKW und Kombi

 

Bei PKW und Kombi wird vom Gesetzgeber verpflichtend eine 8-jährige Nutzungsdauer verlangt. Ausgenommen hiervon sind vor allem PKWs von Taxiunternehmen und von Fahrschulen.

 

Allerdings gibt es auch eine Reihe von Fahrzeugen, die zwar optisch PKWs und Kombis sind, die aber nicht verpflichtend über 8 Jahre sondern kürzer abgeschrieben werden dürfen. Dabei handelt es sich um dieselben Fahrzeuge, die in der Liste der vorsteuerabzugsberechtigten KfZ enthalten sind. Diese finden Sie hier.

 

Ebenfalls zu beachten ist, dass PKW und Kombi, die sich nicht in dieser Liste befinden, steuerlich nur bis € 40.000 geltend gemacht werden können (so genannte Luxustangente). Kostet das Auto mehr, dann darf der übersteigende Anteil nicht als Betriebsausgaben angesetzt werden. Dasselbe gilt übrigens auch für alle anderen wertabhängigen Kosten wie Finanzierungskosten und Vollkaskoversicherungsprämie. Auch diese Kosten sind nur aliquot absetzbar.

 

 

Ebenfalls interessant:

 

Serienübersicht: Recht der Unternehmensgründung

 

Voriger Teil: Betriebsausgaben Teil 2

 

Nächster Teil: Betriebsvermögen vs. Privatvermögen 

 

 

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