10.12.2010
12:02

Betriebsausgaben (2): Ehegattenarbeitsverhältnis, Strafen, Aus- und Fortbildungskosten

Im heutigen Teil zur Serie „Recht der Unternehmensgründung“ widmen wir uns drei weiteren steuerlichen Besonderheiten in punkto Betriebsausgaben. Heute geht es um das Ehegattenarbeitsverhältnis, um die Zahlung von Strafen und um Aus- und Fortbildungskosten.

 

 

Das Ehegattenarbeitsverhältnis

 

Um die Belastung mit Einkommensteuer zu verringern, stellen Unternehmensinhaber oftmals ihre/n Ehegattin/en ein. Somit erreichen sie, dass ihr Einkommen gesplittet wird und sie deshalb in Summe weniger Steuer zahlen.

 

Verträge zwischen Ehegatten – wozu insbesondere Arbeitsverträge zählen – sollten jedoch nach außen hin hinreichend zum Ausdruck kommen. Insbesondere sollte unbedingt ein schriftlicher Dienstvertrag abgeschlossen werden. Weiters ist darauf zu achten, dass das Dienstverhältnis einem so genannten Fremdvergleich standhält – das heißt ob das Dienstverhältnis mit einem fremden Dritten unter denselben Bedingungen gleich abgeschlossen worden wäre.

 

Vor allem ist darauf zu achten, dass dem Ehegatten ein seiner Ausbildung und Erfahrung angemessenes und nicht überhöhtes Gehalt bezahlt wird. Die Angemessenheit lässt sich leicht überprüfen, wenn im Unternehmen andere Mitarbeiter mit ähnlichen Qualifikationen beschäftigt werden.

 

 

Strafmandate

 

Strafmandate sind grundsätzlich nur dann von der Steuer abzugsfähig, wenn sie betrieblich veranlasst sind und das Vergehen, das zur Strafe geführt hat, geringfügig ist. Als Betriebsausgabe kommen vor allem Strafzettel für Falschparken und ähnliches in Betracht.

 

Abzugsfähig wäre z.B. der Strafzettel von einem Tischler, der aufgrund einer Ladetätigkeit in zweiter Spur parken musste und daher einen Strafzettel bekam. Nicht abzugsfähig sind hingegen vor allem Strafmandate aufgrund von Schnellfahrens.

 

 

Aus- und Fortbildungskosten

 

Werden Fortbildungsseminare aus betrieblichem Anlass besucht, sind die Kosten hierfür grundsätzlich zur Gänze von der Steuer abzugsfähig. Außerdem können auch Fahrtkosten, sowie Tages- und Nächtigungsgelder voll von der Steuer abgesetzt werden. Vorsicht ist jedoch vor allem bei Mehrtagesseminaren mit umfangreichem Rahmenprogramm geboten. Erreicht das Freizeitprogramm nämlich einen zu hohen Stellenwert, dann kann es sein, dass die Fortbildungskosten nicht mehr abzugsfähig sind.

 

Ausbildungskosten sind im Vergleich zu Fortbildungskosten nur sehr eingeschränkt absetzbar. Absetzbar sind Ausbildungskosten vor allem dann, wenn diese im Zusammenhang mit einer vom Steuerpflichtigen bereits ausgeübten oder einer damit verwandten betrieblichen Tätigkeit stehen.

 

Eine gute Übersicht, was alles im Rahmen von Aus- und Forbildungskosten absetzbar ist, erhalten Sie hier.

 

Beachte: Fortbildungskosten dienen dazu, in der ausgeübten Tätigkeit auf dem laufenden zu bleiben. Ausbildungskosten dienen dazu, Kenntnisse zu erlangen, die eine bestimmte Berufsauübung erst ermöglichen.

 

 

Ebenfalls interessant:

 

Übersicht: Serie „Recht der Unternehmensgründung“

 

Voriger Teil: Reisekosten, geringwertige Wirtschaftsgüter und Spendenabsetzbarkeit

 

 

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