Rollentausch: Vom Kollegen zur Führungskraft

Als Gründer sollten Sie sich bewusst machen, dass Sie in Zukunft vor allem Chef sind und nicht mehr der Kollege wie früher als Angestellter. Dadurch ergeben sich eine Vielzahl von Anforderungen und Problemstellungen. Die Gastautorin Pertra Stickdorn beschreibt deshalb in diesem Artikel die wichtigsten jener Anforderungen, die Sie als künftiger Chef erfüllen sollten.

 

Der große Rollentausch vom Angestellten zum Chef, den viele planen, erfordert und verlangt eine überaus hohe Flexibilität und großen persönlichen Einsatz. Es gibt eine Vielzahl von Problemstellungen, in die sich der einzelne hineindenken muss. Dabei setzen sich Führungskompetenzen aus einer Vielzahl von Einzelkompetenzen zusammen. Natürlich kann nicht jeder, der in einer Führungsposition sitzt, eben diese Kompetenzen bis in die Perfektion hinein beherrschen, aber einen gewissen Biss muss eine Führungskraft besitzen:



Zu den gefragten Eigenschaften gehören beispielsweise Geduld, viel Disziplin, geringe Ansprüche an Freizeit, Urlaub und Vergnügen, die Eigenschaft sich in unbekannte Themengebiete schnell einzudenken und in diesen Bereichen erfolgreich zu agieren. Dies sind Beispiele für Kernkompetenzen, die ein jeder Chef besitzen muss. Darüber hinaus kommen noch viele weitere Anforderungen hinzu, denen sich ein normaler Arbeitnehmer nicht stellen muss. Ist man Angestellter ist eindeutig festgelegt, zu welchen Zeiten und welche Tätigkeiten nach dem Arbeitsvertrag gefragt sind und was eingehalten werden muss. Der Gründer und Jungunternehmer ist hier natürlich auf sich selbst gestellt und zunächst mit vielen Verpflichtungen konfrontiert.


Einige wichtige Kernkompetenzen sind reine Hard Skills, die sich einfach erlernen lassen. Ein Verständnis für juristische Fragen, ein fundiertes Marketinggrundwissen etwa für die Marktbeobachtung und Markteinschätzungen, ein Grundverständnis für das Wirtschaften, für Budgetierung und Abrechnungen, Kundenaquise und Kundenbetreuung und letztendlich auch für Werbung für das eigene Unternehmen.



Zu diesen Hard Skills kommen noch weitere Soft Skills, die für den eigenen Erfolg gefragt sind. Beispiele sind hier die Fähigkeiten ein gutes Zeitmanagement zu führen, Entscheidungen zu treffen oder später auch ein gutes Personalmanagement zu führen. Denn Deligieren und eigene Mitarbeiter fair und motivierend zu behandeln will auch gekonnt sein. Hierzu gehört mit Sicherheit auch viel Geduld. Das Erlernen von Führungskompetenzen ist wichtig, weil der Unternehmer letztendlich auf sich selbst gestellt ist und nicht stetig Unterstützung anfordern kann für Kompetenzen, die er selbst nicht gut erfüllt.

 

 

Über die Autorin

 

Dieser Artikel wurde mir freundlicherweise von Petra Stickdorn zur Verfügung gestellt, die selber an dem Seminar "Vom Kollegen zur Führungskraft" teilgenommen hat. 

 

 

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