14.09.2010
12:19

Jeder fünfte Gründer in Deutschland kommt aus dem Ausland

Im Jahr 2009 gründeten rund 170.000 Ausländer ein Unternehmen in Deutschland, damit sind ca. 20 Prozent aller Gründer in Deutschland ausländischer Herkunft. Die Gründerquote lag sogar bei 1,9 Prozent im Vorjahr (das bedeutet, dass 1,9 Prozent aller in Deutschland lebenden Ausländer sich im Vorjahr selbständig gemacht haben). Die Gründerquote der Deutschen lag hingegen bei „nur“ 1,6 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte niedriger.

 

Dies alles geht aus einer Auswertung des aktuellen KfW-Gründungsmonitors hervor, der jährlich das Gründungsgeschehen in Deutschland analysiert.

 

 

Resultate der Auswertung

 

Die Auswertung zeigte außerdem noch, dass

  • Menschen mit Migrationshintergrund die Gründung eines eigenen Unternehmens vor allem als Chance zur wirtschaftlichen Teilhabe nutzen,
  • ausländische Gründer in etwa gleich häufig wie deutsche Gründer diverse Beratungsangebote nutzen,
  • ausländische Gründer meist gut vorbereitet in die berufliche Selbständigkeit starten,
  • ausländische Gründer häufiger als Deutsche im Vollerwerb starten und entsprechend seltener im Nebenerwerb,
  • ausländische Gründer die berufliche Selbständigkeit sehr häufig als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit nutzen,
  • der Großteil ausländischer Gründer Männer sind – der Frauenanteil hier niedriger ist als unter deutschstämmigen Gründern,
  • ausländische Gründer genauso häufig wie deutsche Gründer einen Universitätsabschluss haben, jedoch häufiger gar keinen Berufsabschluss vorweisen können und
  • dass ausländische Gründer sehr häufig im Handel starten.

 

 

Herkunftsländer ausländischer Gründer

 

Die Liste der Herkunftsländer ausländischer Gründer in Deutschland ist relativ lang. Die größte Gründergruppe in Deutschland stellen jedoch türkisch stämmige Bürger dar. Diese sind für 16 Prozent aller ausländischen Gründungen in Deutschland verantwortlich.

 

Ebenfalls stark an Bedeutung gewonnen haben in den letzten Jahren Gründer aus Osteuropa, vor allem aus Russland, Polen, den Balkanstaaten sowie Kasachstan. Aus den Ländern Osteuropas stammt sogar mittlerweile jeder dritte ausländische Gründer Deutschlands.

 

 

Quelle: Pressemitteilung der KfW

 

 

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Kulturelle Unterschiede in punkto Gründungsmotiven

 

Zunahme der Neugründungen in Deutschland

 

 

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