Gründerlexikon: Onlinemarketing

Unter Onlinemarketing – auch Internetmarketing genannt – versteht man alle Marketingmaßnahmen, die über das Internet erfolgen. Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten Onlinemarketing zu betreiben: Bannerwerbung, Suchmaschinenmarketing und E-Mail-Marketing sind nur einige davon.

 

Wenn Sie weiterlesen, dann erfahren Sie mehr über die umfangreichen Vorteile, die einem Onlinemarketing bietet und natürlich die unterschiedlichen Möglichkeiten, die Sie als Unternehmer nutzen können.

 

 

Die Vorteile des Onlinemarketings

 

Onlinemarketing bietet einige wesentliche Vorteile für Unternehmen – vor allem auch gegenüber den traditionellen Marketingmaßnahmen:

 

  • Onlinemarketing stellt eine weitere Kommunikationsmaßnahme im Marketingmix dar. Somit können vor allem klassische Werbekampagnen durch den Einsatz von Onlinemedien unterstützt werden. Dadurch steigt auch die Wirkung klassischer Werbeformen.
  • Durch Onlinemarketing erreichen Sie eine große Anzahl potentieller Kunden. Haben Sie beispielsweise Ihren Sitz in Österreich, dann erreichen Sie mit Ihren Onlineaktivitäten auch Personen aus Deutschland und der Schweiz. Mit klassischen Werbeformen tun Sie sich dabei naturgemäß schwerer.
  • Onlinemarketing schont Ihre Geldbörse. Das Versenden von Newslettern und das Engagement in sozialen Onlinenetzwerken kostet Sie wenig Geld (aber reichlich Arbeit). Die eigene Firmenwebseite und das Suchmaschinenmarketing kosten zwar etwas – doch auch hier halten sich die Kosten in Grenzen. Alles in allem sind Onlinemarketing-Aktivitäten also billiger als es klassische Werbung ist.
  • Onlinemarketing ist schnell. Der E-Mail-Newsletter ist fast zeitgleich mit dem Verschicken beim Empfänger. Der Blogbeitrag ist per Mausklick veröffentlicht. So schnell sind Sie mit klassischen Marketingmaßnahmen nicht.
  • Der Einsatz von Onlinemarketing-Maßnahmen kann Ihr Unternehmen fortschrittlicher erscheinen lassen. „The medium is the message.“ Nicht umsonst ist unter Werbefachleuten dieses Zitat so beliebt.
  • Einige Maßnahmen des Onlinemarketings können interaktiv gestaltet werden. Der Kunde kann demnach seine eigene Meinung kundtun. Dadurch lässt sich einerseits eine höhere Bindung des Kunden und es lassen sich andererseits wichtige Erkenntnisse daraus ziehen. Das Unternehmen erfährt so aus erster Hand, was Kunden am Herzen liegt und kann dieses Wissen für Produktverbesserungen und Produkterweiterungen einsetzen.
  • Durch Onlinemarketing ist mit geringem Budget eine exakte Zielgruppenansprache möglich. Beispielsweise können im E-Mail-Marketing je nach Zielgruppe unterschiedliche Newsletter versandt werden, die optimal auf den Empfänger ausgerichtet sind.
  • Im Onlinemarketing lässt sich der Erfolg einzelner Maßnahmen leicht kontrollieren. E-Mail-Programme und Statistiktools für Webseiten liefern zum Beispiel sehr gute Infos zu Klickraten, Besuchern und zu Seitenaufrufen. Die Erkenntnisse daraus können in weiterer Folge zur Verbesserung zukünftiger Onlinemarketing-Aktivitäten eingesetzt werden.

 

 

Die Möglichkeiten des Onlinemarketings

 

Das Onlinemarketing umfasst bereits eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die wichtigsten Möglichkeiten sind:

 

Die eigene Firmenwebseite

Die Firmenwebseite ist der zentrale Bestandteil des Onlinemarketings. Mit der Erstellung einer guten Firmenwebseite, die sowohl Ihre Kunden als auch die Suchmaschinen berücksichtigt, legen Sie den Grundstein für ein erfolgversprechendes Onlinemarketing.

 

Bannerwerbung

Die Bannerwerbung ist eines der ältesten Möglichkeiten Werbung im Internet zu betreiben. Allerdings ist die Bannerwerbung auch eine der umstrittensten Möglichkeiten, da ein sehr geringer Teil der Besucher einer Webseite wirklich auf einen solchen Werbebanner klickt. Deshalb wird die Bannerwerbung zumeist als ineffektiv abgestempelt. Da es aber immer noch – vor allem große – Unternehmen gibt, die Bannerwerbung einsetzen, dürfte dies nicht gänzlich der Wahrheit entsprechen. Wichtig ist beim Einsatz von Bannerwerbung also vor allem, dass die Kosten-/Nutzenrelation ständig überwacht wird.

 

E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing ist ähnlich dem Versand von klassischen Werbebriefen, nur dass es eben online geschieht – mit all seinen Vor- und Nachteilen. Auch wenn viele das E-Mail-Marketing durch das Aufkommen von sozialen Netzwerken, RSS-Feeds und dergleichen bereits totgesagt haben, wird es von vielen potentiellen Kunden immer noch verwendet und zeigt damit nach wie vor seine Wirkung.

 

Suchmaschinenmarketing

Beim Suchmaschinenmarketing werden Anzeigen bei Suchmaschinen wie beispielsweise bei Google (die so genannten Google Adwords) geschaltet. Bezahlt wird dabei nicht für das bloße Einblenden der Werbung, sondern erst wenn auf die Werbung geklickt wird und der Besucher damit auf die eigene Firmenwebseite gelangt.

 

Affiliate-Marketing

Beim Affiliate-Marketing nutzt das Unternehmen eine Vielzahl von Onlinepartnern, die auf deren Webseiten eine Werbung für das eigene Produkt schalten. Vergütet werden die Partner aber nur dann, wenn ein bestimmter Erfolg mit der Werbung erzielt wird. Unter Erfolg wird dabei verstanden, dass die Werbung angeklickt wird, dass ein Kundenkontakt generiert wird (z.B. durch das Eintragen in einen Newsletterverteiler) oder dass ein Verkauf zustande kommt. Je nach Vergütungsmethode schwankt natürlich auch die Höhe der Provisionen.

 

Social-Media-Marketing

Das Social-Media-Marketing bringt eine große Anzahl an Möglichkeiten für das Onlinemarketing. Zu den Social-Media-Aktivitäten zählen unter anderem der Einsatz von sozialen Netzwerken wie Facebook und Xing, das Betreiben eines eigenen Businessblogs, das Socialbookmarking und noch weitere Social-Media-Plattformen wie YouTube, Twitter und Flickr.

 

 

Risiken des Onlinemarketings

 

Bei allen Möglichkeiten und Vorteilen, die einem das Onlinemarketing bietet, sollte man auch nicht die Risiken außer acht lassen.

 

  • Vor allem Social-Media-Aktivitäten bergen die Gefahr, außer Kontrolle zu geraten. Die Meinungen von Kunden, Interessenten und der Öffentlichkeit als Ganzes müssen sich nicht mit jenen des Unternehmens decken. Daher können leicht negative Meinungen über das Unternehmen im Internet kursieren. Durch die Schnelligkeit des Internets, kann sich eine solche negative Meinung auch sehr schnell verbreiten und eine große Anzahl an Personen erreichen.
  • Vor allem im Falle des E-Mail-Marketings können sich rechtliche Probleme ergeben, wenn E-Mails an Personen verschickt werden, die vorher dem Empfang von E-Mails nicht zugestimmt haben. Daher sollten Sie unbedingt nur an jene Personen eine E-Mail verschicken, die auch wirklich einem Empfang zugestimmt haben, bzw. die sich selbst für einen Newsletter angemeldet haben.
  • Rechtliche Probleme können sich auch bei der Verwendung fremder Inhalte und von Fotos und Bildern ergeben. Texte sollten daher keinesfalls eins zu eins übernommen werden und bei der Verwendung von Fotos und Bildern sollte man sich erkundigen, ob man diese wirklich auf seiner Webseite bzw. auf sozialen Netzwerken verwenden darf.
  • Online-Werbung wird oft als ziemlich lästig empfunden. Vor allem Bannerwerbung kann durch moderne Programme bereits ausgeblendet werden. Der potentielle Kunde wird somit nie erreicht.

 

 

Ebenfalls interessant:

 

Die eigene Firmenwebseite zur Kundengewinnung

 

Der eigene Businessblog

 

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