Das eigene Buch als Teil Ihrer Kundengewinnungsstrategie?

Im heutigen fünften Teil zum Thema Kundengewinnung für Existenzgründer dreht sich alles um das Verfassen eines eigenen Buches bzw. eines eigenen eBooks.

 

Ein eigenes Buch geschrieben zu haben, ist auch in der heutigen Zeit sicher noch etwas Besonderes und hebt die eigenen Imagewerte. Mit fast keinem anderen Marketing- und PR-Instrument kann man sich einen solchen Namen für sein Spezialgebiet machen wie mit einem Buch.

 

 

Trotzdem ist das Verfassen eines Buches nicht gerade leicht – besonders dann nicht, wenn es einen hohen Nutzen für die Leser haben und diese mitunter sogar fesseln soll.

 

Vorteile eines eigenen Buches

 

  • Das Buch besitzt eine hohe Glaubwürdigkeit. Zumeist enthalten Bücher eine umfassende Autoreninfo, wo Sie die vom Buch transportierte Glaubwürdigkeit zu Ihrem Vorteil nutzen und ein wenig Eigenwerbung platzieren können.
  • Durch ein eigenes Buch können Sie Ihre eigene Expertise unter Beweis stellen. Sie zeigen dem Leser, dass Sie sich in Ihrem Bereich sehr gut auskennen und mitunter ein gefragter Spezialist sind. Gerade Spezialisten haben eine hohe Anziehungskraft auf potentielle Kunden.
  • Sie grenzen sich klar von der Konkurrenz ab. Bei der Entscheidung eines potentiellen Kunden für einen bestimmten Anbieter haben Sie somit einen riesigen Vorteil gegenüber der Konkurrenz, die noch kein Buch veröffentlicht hat. Sehr oft können Kunden nämlich das Wissen und das Können eines Anbieters gar nicht mehr objektiv vergleichen. Sie suchen sich deshalb eigene Vergleichsmöglichkeiten. Haben Sie zu einem bestimmten Thema bereits ein Buch verfasst, so glaubt der Kunde nichts falsch machen zu können. Sie müssen sich ja schließlich auskennen, sonst hätten Sie kein Buch darüber verfassen können.
  • Ein Buch kann aber auch ein guter Aufhänger für eine Pressemitteilung und in der Folge für ein Erscheinen in den Medien sein. Vor allem regionale Zeitungen berichten immer wieder gerne über neu veröffentlichte Bücher von Personen, die aus der  unmittelbaren Region stammen.
  • Das Buch ist so ziemlich die einzige Möglichkeit mit Werbung sogar Geld einzunehmen statt auszugeben. Mit jedem Buch das verkauft wird erreichen Sie also zwei Dinge: einen Werbeeffekt und Sie bekommen einen bestimmten Prozentsatz des Verkaufspreises bar auf die Hand.
  • Durch das Verfassen eines eigenen Buches lassen sich hohe Lerneffekte erzielen. Viele Autoren berichten davon, dass Sie durch den Prozess des Schreibens auf viele neue Einsichten gestoßen sind und sich so manches klarer darstellte als vorher. Gute Bücher bringen somit nicht nur dem Leser zusätzliches Wissen sondern auch dem Autor selbst.

 

Nachteile eines eigenen Buches

 

  • Das Schreiben eines Buches erfordert sehr viel Zeit. Zeit, die natürlich sehr oft abgeht – sei es nun privat oder beruflich.
  • Das Schreiben eines eigenen Buches erfordert aber auch ein hohes Maß an Durchhaltevermögen. Ein Buch zu schreiben dauert Monate. Während dieser Zeit sieht man verständlicherweise noch keinerlei Erfolge in Form von Kundenanfragen und dergleichen – verständlich, denn das Buch ist ja noch nicht veröffentlicht. Gerade dieser Aspekt ist für mich persönlich der schwierigste (ich bin auch zurzeit fleißig am Schreiben).
  • Sie benötigen eine Menge Disziplin. Dieser Punkt hängt eng mit dem vorigen zusammen. Dadurch, dass Sie nicht gleich Erfolge sehen, ist die Versuchung groß, das Schreiben immer wieder auf den nächsten Tag zu verschieben, da Sie heute keine Lust oder die Zeit dazu haben.
  • Großer Reichtum ist durch den Verkauf eines Buches in den meisten Fällen nicht zu erzielen. Das große Potential eines Buches liegt vor allem in der indirekten Monetarisierung. Damit meine ich, dass Sie sich einen Namen machen und dadurch interessant werden für potentielle Kunden. Mit dem Verkauf des Buches an sich ist zumeist aber kein großes Vermögen anzuhäufen, vielmehr ist es eher eine Aufwandsentschädigung für das viele Schreiben.

 

Die Möglichkeiten der Vermarktung

 

Je nach Ihren Motiven / Ihren Zielen, die Sie mit dem Veröffentlichen eines Buches verfolgen, haben Sie vor allem die folgenden Möglichkeiten:

 

  • Zum einen könnte es Ihnen wichtig sein, mit dem Verkauf des Buches selbst Geld zu verdienen. In diesem Fall wäre der Druck des Buches mittels des Books-on-Demand-Systems zu empfehlen. Dieses Produktionssystem basiert auf der Digitaldrucktechnik. Die Druckvorlage liegt hierbei in elektronischer Form vor, die Bücher werden dann erst unmittelbar nach Bestellung produziert. Der Vorteil für Sie: Sie erhalten einen weit höheren Prozentsatz der Einnahmen, als wenn Sie Ihr Buch über einen Verlag publizieren.
  • In Punkto Geld verdienen durch ein Buch könnte auch das Veröffentlichen eines eBooks vorteilhaft erscheinen. Bei einem eBook ist es egal ob Sie 100 oder 1.000 eBooks verkaufen; Ihnen entstehen dadurch keine höheren Kosten. Außerdem könnten Sie das ganze kombinieren und zwei Versionen des Buches anbieten: einerseits ein eBook und andererseits ein Buch über Books-on-Demand.
  • Sollte Ihnen aber der Werbe- und PR-Effekt am wichtigsten sein, dann führt wohl kein Weg über einen professionellen Verlag vorbei. Hier erhalten Sie zwar weit geringere Prozentsätze von den Einnahmen, dafür wird die Anzahl der verkauften Bücher wahrscheinlich etwas höher sein. Der Verlag ist nämlich in der Regel aus Eigeninteresse daran interessiert, dass das Buch oft verkauft wird. Allerdings ist es mitunter schwierig, den Lektoren der Verlage bestimmte Themengebiete schmackhaft zu machen.

 

Einige Tipps fürs Schreiben

 

  • Auch wenn Sie sich dazu entschließen sollten, Ihr Buch über Books-on-Demand zu drucken oder es als eBook zu vertreiben, sollten Sie dennoch – noch bevor Sie mit dem Schreiben beginnen – ein Exposé verfassen. Damit schreiben Sie um einiges zielgerichteter und das Risiko minimiert sich, dass Sie auf halbem Wege mit Ihrer Schreibe nicht zufrieden sind. In Ihrem Exposé beschreiben Sie die Zielgruppe, die Alleinstellungsmerkmale und die Konkurrenzsituation Ihres zukünftigen Buches. Bei Veröffentlichung Ihres Buches über einen Verlag müssen Sie sowieso ein solches Exposé verfassen. Der Verlag gründet nämlich die Entscheidung für oder gegen eine Aufnahme des Buches auf eben dieses Exposé.
  • Schreiben Sie über etwas, das Ihnen Ihre Zielgruppe auch wirklich abnimmt. In den Köpfen der Menschen stehen Sie aufgrund Ihrer Ausbildung und Ihrer Berufserfahrung für bestimmte Dinge. Das sollten Sie unbedingt ausnützen.
  • Sollten Sie noch etwas Probleme mit dem Schreiben haben, dann lege ich Ihnen das Buch von Wolfgang Schneider mit dem Titel „Deutsch für Profis“ und die Webseite www.kreativesdenken.com ans Herz.

 

 

 

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