22.06.2010
08:06

Eurobarometer-Umfrage zum Unternehmertum, Teil 3

Im dritten und letzten Teil der Auswertung zur Eurobarometer-Umfrage erfahren Sie die Meinungen von EU-Bürgern zum optimalen Unternehmenswachstum, zu den Ängsten bei der Gründung eines Unternehmens, zur Verfügbarkeit von Informationen in Bezug auf die Unternehmensgründung und zur Auswirkung von Zweifeln vor der Gründung.

 

 

Schnelles oder langsames Wachstum?

 

Was würden EU-Bürger einem Freund raten im Hinblick auf das Unternehmenswachstum? Sollten Unternehmer versuchen, dass das eigene Unternehmen schnell wächst oder besser nicht?

 

17 Prozent der befragten EU-Bürger würden ihrem Freund zu möglichst raschem Wachstum raten. 74 Prozent würden ihm zu langsamem und damit vorsichtigem Wachstum raten.

 

In Deutschland raten nur 8 Prozent zu raschem Wachstum, 87 Prozent sprachen sich gegen rasches Wachstum aus.

 

In Österreich sind 10 Prozent der Befragten für rasches Wachstum und 84 Prozent sind dagegen.

 

Damit ist man in Deutschland und Österreich noch um einiges vorsichtiger was die Ausdehnung des eigenen Unternehmens betrifft als im Rest der EU.

 

 

Die größten Ängste bei Gründung eines Unternehmens

 

Im EU-Schnitt wurde hier vor allem die Möglichkeit der Insolvenz angesprochen. Für 49 Prozent der Befragten ist dies die Hauptsorge. 40 Prozent nannten die Unsicherheiten in Bezug auf die Einkommenshöhe als eine ihrer größten Ängste.

 

In Deutschland wurde die Möglichkeit einer Insolvenz von 50 Prozent der befragten Personen als eine ihrer größten Ängste genannt. 32 Prozent nannten die Einkommensunsicherheit als große Angst bei der Gründung eines Unternehmens.

 

In Österreich wurde das Risiko der Insolvenz von 41 Prozent der Befragten genannt. Die Einkommensunsicherheit sahen 38 Prozent als eine Ihrer größten Sorgen bei der Gründung eines Unternehmens.

 

 

Nicht genügend Informationen zur Unternehmensgründung?

 

60 Prozent der EU-Bürger sind der Meinung, dass es nicht genug Informationen zur erfolgreichen Gründung von Unternehmen gibt.

 

In Deutschland sind im Vergleich hierzu nur 45 Prozent dieser Ansicht, in Österreich sogar nur 44 Prozent.

 

Ich hoffe natürlich, dass ich durch diesen Blog etwas dazu beitragen kann, dass in Zukunft noch weniger glauben, nicht genug Informationen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung zur Verfügung gestellt zu bekommen.

 

 

Bei Zweifeln ja nicht gründen?

 

50 Prozent der befragten EU-Bürger würden von einer Gründung abraten, sollte auch nur das geringste Risiko des Scheiterns bestehen.

 

In Deutschland würden in einem solchen Fall sogar 55 Prozent von einer Gründung abraten, in Österreich beträgt der Anteil 53 Prozent.

 

Damit ist man in Deutschland und in Österreich wieder einmal um einiges vorsichtiger eingestellt als im Rest der EU.

 

 

Die gesamte Studie: Eurobarometer-Umfrage 2009 (6 MB)

 

Erster Teil: Auswertung Eurobarometer-Umfrage 2009

 

 

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