Gründerlexikon: PR (Public Relations)

Das Wort PR hört und liest man relativ häufig in den Medien. Es ist die Kurzform für den englischen Begriff "Public Relations" und bedeutet übersetzt so etwas wie "Beziehungen zur Öffentlichkeit". Deshalb wird PR oft auch als Öffentlichkeitsarbeit übersetzt.

 

Um was geht es bei der PR?

 

Bei der PR geht es darum, die Meinung anderer – also vor allem der Kunden, der Lieferanten und der Öffentlichkeit allgemein – positiv zu beeinflussen. Dabei wird nicht in erster Linie auf einzelne Produkte abgezielt, sondern auf das Unternehmen als Ganzes.

 

PR unterscheidet sich somit von der Werbung, auch wenn die Grenzen mitunter fließend sind. Werbung versucht vor allem eines: den Umsatz zu steigern, und zwar rasch. Bei der PR geht es aber darum, ein Image zu verändern. Es geht hier also nicht darum, die Absatzzahlen einzelner Produkte kurzfristig zu erhöhen, sondern Sympathie für ein Unternehmen oder eine Person zu erlangen. Langfristig sollen dadurch natürlich ebenso die Absatzzahlen angekurbelt werden – für kurzfristige Ergebnisse ist die PR aber sicher nicht geeignet.

 

Darüber hinaus wird in der PR im Unterschied zur Werbung vor allem mit rationalen Argumenten gearbeitet. Wo Werbung oft mit Bildern arbeitet, arbeitet PR mit Texten. PR klärt auf, schafft Sympathie und sichert so Akzeptanz in der Öffentlichkeit.

 

Teilbereiche der PR

 

Pressearbeit: Die Pressearbeit wird meist bereits mit dem Begriff PR gleichgesetzt – dabei ist die Pressearbeit nur ein Teilbereich der PR. Das Ziel der Pressearbeit ist es, im redaktionellen Teil wichtiger Medien wie Zeitung, Radio und Fernsehen aufzutauchen. Hierzu werden zumeist Pressemitteilungen an Journalisten versandt.

 

Sponsoring: Häufig wird auch von kleineren Unternehmen beispielsweise der lokale Fußballverein gesponsert. Oft erhofft man sich dadurch kurzfristig Aufträge – doch so funktioniert es nicht. Auch Sponsoring ist eine Maßnahme, die nur langfristig ihre Wirkung erzielen kann. Ein einmaliges Sponsoring ist daher zumeist hinausgeworfenes Geld.

 

PR im Internet: Die Möglichkeiten der PR im Internet (auch Online-PR genannt) sind vielfältig: Sie reichen von der Webseite des Unternehmens, über einen eigenen Businessblog, die Einstellung von Pressemitteilungen auf kostenlosen und kostenpflichtigen Presseportalen, Networking mit Xing und Facebook, bis hin zu neuartigen Diensten wie Twitter.

 

Krisen-PR: Die Krisen-PR ist ein Bereich, auf den zumeist am wenigsten gedacht wird. Auch und vor allem Großunternehmen begehen hier die meisten Fehler. Kurz gesagt sollten in punkto Krisen-PR vor allem Vorbereitungen für den Ernstfall getroffen werden. Was kann schief laufen, das die Meinung der Öffentlichkeit über das eigene Unternehmen negativ beeinflusst und wie kann in so einem Fall angemessen und schnell reagiert werden?

 

Verhalten und Erscheinungsbild: Doch auch das eigene Verhalten und das der Mitarbeiter ist PR. Selbst das Erscheinungsbild Ihres Betriebsgeländes oder Ihres Büros trägt zu Ihrem positiven (oder negativen) Image bei.

 

 

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