Die professionelle Gestaltung des Businessplans, 11.Teil: Finanzplanung

Die Finanzplanung ist in jedem Businessplan eines der wichtigsten Elemente überhaupt. Mit Hilfe des Finanzplanes können Sie sehen, ob Ihre Gründung finanzierbar ist und rentabel sein wird. Auch Kapitalgeber wie Banken werden vor allem die Finanzplanung als Entscheidungsgrundlage heranziehen.

 

Wichtig bei der Finanzplanung ist es, dass die angenommenen Zahlen nicht an den Haaren herbeigezogen sind, sondern dass diese aus den Annahmen im Textteil hergeleitet werden. Insbesondere sollten Sie darauf achten, dass Sie bei eventuellen späteren Änderungen im Textteil – vor allem betreffend der strategischen Ausrichtung und der eingesetzten Marketinginstrumente – dies auch im Zahlenteil berücksichtigen.

 

Den grundlegenden Ablauf einer solchen Finanzplanung habe ich bereits in meinem Beitrag „Erfolgreiche Unternehmensgründung, Teil 19: Finanzplanung & Businessplan“ dargestellt.

 

Natürlich sind dieser Ablauf und der daraus resultierende Inhalt der Finanzplanung nur eine Möglichkeit unter vielen. Eine ebenfalls beliebte Möglichkeit ist das Berechnen dreier Szenarien, nämlich eines realistischen, eines sehr guten und eines sehr schlechten Ergebnisses (also wenn quasi alles schief läuft was schief laufen kann). Allerdings halte ich diese Vorgangsweise bei sehr kleinen Gründungen für übertrieben. Für aufwändigere Gründungen kann dies aber ein guter Weg sein.

 

Ein weiterer Punkt in dem Uneinigkeit herrscht, ist die Frage nach dem idealen Planungszeitraum. Manche empfehlen einen Planungszeitraum von drei Jahren, andere wiederum sogar von fünf Jahren. Meiner Meinung nach wird der ideale Planungszeitraum wie so oft von der Art und Komplexität Ihres Gründungsvorhabens abhängen. Planen Sie ein größeres Unternehmen zu gründen, wo mit länger andauernden Anfangsverlusten zu rechnen sein wird, dann empfiehlt sich ein Planungshorizont von fünf Jahren. Bei einer Einmanngründung wäre dieses Vorgehen eindeutig übertrieben.

 

Bei der Liquiditätsplanung scheiden sich ebenfalls wieder die Geister. Hier gibt es die Möglichkeit die Zahlungsströme jeweils für ein ganzes Jahr mittels eines so genannten Cashflow Statements zu planen. Die andere Möglichkeit wäre, die einzelnen Zahlungsströme mittels eines Liquiditätsplanes für kürzere Zeiträume zu planen. Auch hier wiederum hat man die Möglichkeit entweder Quartale, Monate oder gar einzelne Wochen zu planen.

 

Wie so oft wird die Entscheidung auch hier auf einer Abwägung des Aufwandes mit dem resultierenden Nutzen basieren. Bei risikoreicheren Gründungen mit hohem Kapitalaufwand und voraussichtlichen Anfangsverlusten empfiehlt sich die Liquiditätsplanung auf kürzere Zeiträume herunterzubrechen. Bei „normalen“ Gründungen reicht es meiner Meinung, wenn Sie dies nur für die ersten Monate nach der Gründung praktizieren (beispielsweise monatlich für die ersten sechs Monate). Danach könnten Sie längere Zeitintervalle planen.

 

Beim dritten Element der Finanzplanung – der Planbilanz – stellt sich mir persönlich überhaupt die Frage, ob man diese aufstellen sollte. Am wichtigsten ist es meiner Meinung nach, dass Sie die Plan-Gewinn- und Verlustrechung sowie die Liquiditätsplanung solide durchführen. Die Planbilanz würde ich bei kleineren Gründungsvorhaben weglassen.

 

Wichtiger als das so eben gesagte ist jedoch, dass die Basisdaten stimmen. Dazu aber im nächsten Beitrag …

 

 

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